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SEO-Audit Checkliste: Ihre Website mit den Werkzeugen von Google prüfen

SEO-Audit und Website-Audit selbst machen: Indexierung, robots.txt, Titel, interne Links, Core Web Vitals und Mobilversion mit Google-Tools prüfen.

Stand: · Autor: Dmitri Shelkov

Ein SEO-Audit prüft, ob Google Ihre Website finden, lesen und richtig verstehen kann. Die Grundlagen prüfen Sie selbst, mit Werkzeugen von Google, die nichts kosten: Search Console, PageSpeed Insights und dem Test für Rich-Suchergebnisse. Die Checkliste beginnt mit der Indexierung, weil Fehler dort am meisten schaden, und endet bei Geschwindigkeit und Darstellung.

Ein SEO-Audit ist ein Ausschnitt. Wie er sich in eine Prüfung von Website, Werbekonten und Messung einfügt, steht im Ratgeber Marketing-Audit. Wenn Ihre Website zwar gefunden wird, aber keine Anfragen bringt, lesen Sie zuerst Website bringt keine Kunden.

SEO-Audit, Website-Audit, SEO-Check: dasselbe?

Weitgehend ja. „SEO-Audit“, „Website-Audit“, „SEO-Check“ und „SEO-Checkup“ meinen meist dieselbe Prüfung: ob Google die Website finden, lesen und verstehen kann. Ein Online-Tool liefert in Sekunden eine Liste technischer Hinweise, sagt aber nicht, welche davon Anfragen kosten. Ein „SEO-Test bei Google“ im engeren Sinn ist die URL-Prüfung in der Search Console (Schritt 2 unten): Sie zeigt, ob und wie Google eine einzelne Seite indexiert hat.

Ein Website-Audit im weiteren Sinn prüft zusätzlich, ob Besucher auf der Seite zu Anfragen werden. Das gehört zum Marketing-Audit.

Vorbereitung: Search Console und Seitenliste

Sie brauchen Zugriff auf die Google Search Console, am besten als Domain-Property: Den robots.txt-Bericht gibt es laut Google nur für Properties auf Domainebene (robots.txt-Bericht). Notieren Sie dann die Seiten, die Ihnen Kunden bringen sollen: Startseite, Leistungen, Standorte, Kontakt.

1. Indexierung: Sind die wichtigen Seiten bei Google?

Ohne Indexierung keine Sichtbarkeit. Der Bericht zur Seitenindexierung zeigt, welche Seiten Google indexiert hat und warum andere nicht. Hat Ihre Website weniger als 500 Seiten, ist der Bericht laut Google wahrscheinlich nicht nötig. Dann reichen Suchanfragen wie site:ihre-domain.de.

Prüfen Sie im Bericht:

  • Sind alle wichtigen Seiten indexiert? Die meisten Websites haben laut Google einige nicht indexierte Seiten. Das ist normal, solange die wichtigen dabei sind.
  • Sind die Gründe für nicht indexierte Seiten nachvollziehbar? Berechtigte Gründe sind etwa eine gewollte robots.txt-Regel, noindex, eine doppelte URL oder ein 404 für eine entfernte Seite.
Status im BerichtWas er laut Google bedeutet
„Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“Gecrawlt, aber nicht indexiert; erneutes Einreichen ist nicht nötig
„Gefunden – zurzeit nicht indexiert“Gefunden, noch nicht gecrawlt, meist weil die Website sonst überlastet worden wäre
„Duplikat – vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt“Google hat eine andere Seite als kanonisch gewählt
„Soft 404“Die Seite meldet „nicht gefunden“, sendet aber keinen 404-Code

2. URL-Prüfung: Wie sieht Google eine einzelne Seite?

Für einzelne Seiten nutzen Sie das URL-Prüftool. Geben Sie die Adresse oben in die Suchleiste der Search Console ein.

  • Status im Index: Ist die Seite indexiert, und wenn nicht, warum?
  • Von Google ausgewählte kanonische URL: Stimmt sie mit der Adresse überein, die Sie erwarten?
  • Live-URL testen: zeigt, ob die aktuelle Version indexierbar ist, mit Screenshot.
  • Indexierung beantragen: nach einer Korrektur. Laut Google geht das nur, wenn die Seite den Live-Test besteht.

3. robots.txt: Wird etwas Wichtiges blockiert?

Die robots.txt steuert, welche URLs Crawler aufrufen dürfen. Laut Google dient sie vor allem dazu, eine Überlastung der Website zu vermeiden, nicht dazu, Seiten aus der Suche auszuschließen (Google Search Central: Einführung zu robots.txt). Eine blockierte Seite kann trotzdem in den Ergebnissen erscheinen, dann ohne Beschreibung.

Öffnen Sie ihre-domain.de/robots.txt im Browser und prüfen Sie, ob ein Disallow Seiten aus Ihrer Liste trifft. Der robots.txt-Bericht in der Search Console zeigt zusätzlich, wann Google die Datei abgerufen hat und ob es Fehler gibt.

4. noindex: Ist eine Seite versehentlich ausgeschlossen?

noindex verhindert die Aufnahme in den Index, als Meta-Tag im <head> oder als HTTP-Header X-Robots-Tag (Google Search Central: noindex). Ein häufiger Fehler ist ein noindex, das beim Bau der Website gesetzt und nie entfernt wurde.

Laut Google wirkt noindex nur, wenn die Seite nicht per robots.txt blockiert ist; noindex in der robots.txt selbst wird nicht unterstützt. Bis Google eine Seite erneut crawlt, können mehrere Monate vergehen. Mit dem URL-Prüftool beantragen Sie ein erneutes Crawlen.

5. Canonical: Welche Version einer Seite zählt?

Gibt es dieselbe Seite unter mehreren Adressen, etwa mit und ohne www oder mit Parametern, wählt Google eine davon als kanonisch. Sie können das beeinflussen. Laut Google sind Weiterleitungen und rel="canonical" starke Signale, die Aufnahme in die Sitemap ein schwaches (Google Search Central: Kanonische URL angeben).

Google empfiehlt einen Canonical, der auf die Seite selbst zeigt, dieselbe URL in Sitemap und Canonical und interne Links auf die kanonische Adresse. Von robots.txt oder noindex zur Kanonisierung rät Google ab. Weicht die „von Google ausgewählte kanonische URL“ im URL-Prüftool von Ihrer ab, sehen Sie genauer hin.

6. Titel und Beschreibung

Jede Seite braucht einen eigenen, aussagekräftigen Titel im <title>-Element. Google rät von ungenauen Titeln wie „Startseite“, von Wiederholungen und von angehäuften Keywords ab. Eine feste Längengrenze gibt es nicht. Zu lange Titel werden in den Ergebnissen gekürzt (Google Search Central: Titellinks).

Snippets erstellt Google hauptsächlich aus dem Seiteninhalt und nutzt die Meta-Beschreibung, wenn sie die Seite besser beschreibt. Auch hier gibt es keine feste Zeichengrenze (Google Search Central: Snippets).

Prüfen Sie für jede Seite Ihrer Liste: eigener Titel, eigene Beschreibung, keine Kopie einer anderen Seite.

Google findet Seiten vor allem über Links. Crawlen kann Google laut eigener Dokumentation zuverlässig nur <a>-Elemente mit href-Attribut. Der Linktext sollte beschreiben, worum es auf der Zielseite geht. Bei Bildern als Link nutzt Google den Alt-Text (Google Search Central: Link-Best-Practices).

Prüfen Sie, ob jede wichtige Seite über Menü oder Textlink erreichbar ist und ob Linktexte konkret sind, etwa „Badsanierung in Köln“ statt „hier klicken“. Eine Sitemap ist für Websites mit etwa 500 oder weniger Seiten und guter interner Verlinkung ist sie laut Google unter Umständen nicht nötig (Google Search Central: Sitemaps).

8. Core Web Vitals und PageSpeed

Core Web Vitals messen Ladezeit, Reaktionsschnelligkeit und visuelle Stabilität. Google empfiehlt diese Zielwerte (Google Search Central: Core Web Vitals):

MesswertMisstZiel laut Google
LCP (Largest Contentful Paint)Ladeleistunginnerhalb von 2,5 Sekunden
INP (Interaction to Next Paint)Reaktion auf Eingabenunter 200 Millisekunden
CLS (Cumulative Layout Shift)visuelle Stabilitätunter 0,1

Gemessen wird am 75. Perzentil der Seitenaufrufe, getrennt nach Mobilgeräten und Desktop (web.dev: Web Vitals).

Der Core Web Vitals-Bericht in der Search Console beruht auf Daten echter Nutzer und zeigt nur indexierte URLs. Einzelne Seiten prüfen Sie mit PageSpeed Insights: Es zeigt Felddaten echter Nutzer aus den letzten 28 Tagen und Labordaten aus einem Testlauf, die bei der Fehlersuche helfen (PageSpeed Insights: Übersicht).

9. Mobilversion

Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version Ihrer Inhalte. Google empfiehlt responsives Webdesign und auf Mobil- und Desktopversion dieselben robots-Meta-Tags (Google Search Central: Mobile-First-Indexierung).

Öffnen Sie Ihre wichtigsten Seiten auf dem Smartphone: Sind alle Inhalte da, und lassen sich Menü und Formular bedienen?

10. Strukturierte Daten

Strukturierte Daten beschreiben Inhalte in einem festen Format, etwa Adresse und Öffnungszeiten eines Unternehmens. Google empfiehlt in den meisten Fällen JSON-LD (Google Search Central: Strukturierte Daten).

Prüfen Sie Ihre Seiten mit dem Test für Rich-Suchergebnisse. Er zeigt gefundene Typen sowie Fehler und Warnungen und testet standardmäßig mit dem Smartphone-Crawler (Search Console-Hilfe: Test für Rich-Suchergebnisse).

Hinweis: FAQ-Rich-Suchergebnisse zeigt Google seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr an (Änderungen an der Dokumentation).

11. Google-Unternehmensprofil

Für lokale Suchen zählt neben der Website das Unternehmensprofil. Lokale Ergebnisse beruhen laut Google hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Ein besseres Ranking lässt sich nicht kaufen (Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen).

Prüfen Sie, ob das Profil bestätigt ist und Adresse, Öffnungszeiten, Kategorie und Website-Link stimmen. Mehr dazu unter Local SEO.

SEO-Tools von Drittanbietern richtig einordnen

Viele Tools vergeben Punktzahlen. Google stellt klar, dass es keine Drittanbieter-SEO-Tools bewertet oder unterstützt und dass diese Tools keinen Zugriff auf interne Rankingdaten haben. Empfehlungen solcher Tools sollten Sie mit der offiziellen Dokumentation abgleichen (Google Search Central: Benötigst du einen SEO-Experten?). Laut Google kann niemand eine Platzierung an erster Stelle garantieren.

Prüfliste

  • [ ] Search Console eingerichtet, wichtigste Seiten notiert
  • [ ] Seitenindexierung: alle wichtigen Seiten indexiert, Ausschlussgründe nachvollziehbar
  • [ ] URL-Prüfung: von Google gewählte kanonische URL stimmt
  • [ ] robots.txt blockiert keine wichtigen Seiten, Bericht ohne Fehler
  • [ ] Kein versehentliches noindex auf wichtigen Seiten
  • [ ] Selbstverweisender Canonical, Sitemap und interne Links nennen dieselbe URL
  • [ ] Jede Seite mit eigenem Titel und eigener Beschreibung
  • [ ] Wichtige Seiten über Menü oder Textlinks erreichbar, Linktexte konkret
  • [ ] Core Web Vitals im Bericht und in PageSpeed Insights geprüft
  • [ ] Mobilversion vollständig und bedienbar
  • [ ] Strukturierte Daten ohne Fehler im Test für Rich-Suchergebnisse
  • [ ] Unternehmensprofil bestätigt und aktuell

Was wir bei der Suchmaschinenoptimierung im Einzelnen prüfen, steht unter SEO. Wenn Sie möchten, dass jemand Website, Werbekonten und Messung zusammen ansieht, können Sie eine kostenfreie Diagnose anfragen (Bedingungen).

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 12.10.2026.

Häufige Fragen

Was prüft ein SEO-Audit?

Ob Google Ihre Seiten finden und indexieren kann, ob Titel, Beschreibungen und interne Links stimmen, wie schnell und mobilfreundlich die Seiten sind und ob strukturierte Daten stimmen. Werbekonten und Messung gehören nicht dazu.

Welche Werkzeuge brauche ich für einen SEO-Check?

Für die Grundlagen reichen Werkzeuge von Google: die Search Console mit Seitenindexierung, URL-Prüfung und robots.txt-Bericht, PageSpeed Insights, den Test für Rich-Suchergebnisse und das Google-Unternehmensprofil.

Brauche ich eine Sitemap?

Nicht immer. Google nennt Websites mit etwa 500 oder weniger Seiten, die intern gut verlinkt sind, als Fälle, in denen eine Sitemap unter Umständen nicht nötig ist. Viele CMS erzeugen und melden sie ohnehin selbst.

Kann ich eine Seite per robots.txt aus Google entfernen?

Nein. Laut Google ist robots.txt dafür nicht gedacht. Eine blockierte Seite kann trotzdem in den Ergebnissen erscheinen, nur ohne Beschreibung. Zum Ausschließen dient noindex, und die Seite darf dann nicht per robots.txt blockiert sein.

Wie oft sollte ich einen SEO-Audit machen?

Nach jedem Relaunch, Theme- oder Plugin-Wechsel und größeren Umbauten. Den Bericht zur Seitenindexierung sollten Sie zusätzlich regelmäßig ansehen.

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