Website-Relaunch und Agenturwechsel ohne Datenverlust
Agentur wechseln, Website neu bauen: Wir holen Inhalte, Formulare, Tracking, Konten und Domain zurück und vergleichen alt und neu vor der Umschaltung.
Stand: · Autor: Dmitri Shelkov
Die Agentur geht. Was bleibt bei Ihnen?
Meist fängt es mit einer Kündigung an. Oder die Agentur antwortet einfach nicht mehr. Dann merkt man, wie viel man nicht weiß. Wer hat die Zugänge zu Google Ads? Wohin schickt das Kontaktformular seine Anfragen? Bei wem liegt die Domain? Was steckt im Tag Manager?
Ein Relaunch scheitert selten am Design. Er scheitert an Dingen, die niemand aufgeschrieben hat: ein Formular, das nach der Umschaltung ins Leere sendet, Weiterleitungen, die fehlen, ein Werbekonto, das am Ende der Agentur gehört.
Wir holen zuerst zurück, was Ihnen zusteht, und bauen dann neu. Die alte Website läuft dabei weiter, bis die neue nachweislich dasselbe kann.
Was wir zurückholen
Inhalte und Medien. Texte, Bilder, PDFs, Videos, auch Seiten, die nicht in der Navigation stehen. Wir prüfen, was verwaist ist und was noch verlinkt wird, damit nichts still verschwindet.
Formulare. Für jedes Formular: welche Felder, welche davon Pflicht, wohin die Anfrage geht, was im CRM ankommt. Das ist der Teil, der beim Umzug am leisesten kaputtgeht. Die Seite sieht aus wie vorher, nur kommt keine Anfrage mehr an.
Tracking. Welche Tags laden, vor oder nach der Einwilligung, welche Conversion-Aktionen es gibt. Den Inhalt des Tag-Manager-Containers sieht man von außen nicht. Den Export fordern Sie bei der Agentur an, wir sagen Ihnen genau, was. Wie wir Tracking und Einwilligung prüfen, steht unter Conversion-Tracking und Consent.
Konten. Google Analytics, Google Ads, Tag Manager, Search Console, Meta, CRM. Wir klären, auf wen jedes Konto läuft. Wo das nicht zu retten ist, legen wir neue Konten auf eine Funktionsadresse Ihres Unternehmens an, zum Beispiel marketing@ihre-domain.de. Dann gehören sie Ihnen ab der ersten Minute, auch wenn Mitarbeiter wechseln.
Domain und DNS. Bei welchem Anbieter liegt die Domain, wer hat den Zugang, wer kann den Auth-Code für einen Umzug anfordern? Ohne diesen Zugang gibt es keine Umschaltung.
Neubau auf dem bestehenden CMS
Nicht jeder Relaunch braucht ein neues Redaktionssystem. Häufig sehen wir: Der Code gehört der Agentur, die Inhalte liegen aber in einem CMS, auf das Sie selbst Zugriff haben. Dann kann man die Website neu bauen und auf denselben Datenbestand setzen. Die Redaktion arbeitet mit den gewohnten Inhalten weiter, die Technik darunter ist neu.
Ob das bei Ihnen der bessere Weg ist oder ein Wechsel des CMS, hängt vor allem davon ab, ob Ihr Team mit dem System selbst arbeiten kann. Das klären wir mit Ihnen, bevor gebaut wird.
Wie die Arbeit abläuft
1. Diagnose
Wir prüfen Ihre Website von außen: Seiten, Formulare, Tracking, DNS-Einträge, eingebundene Dienste. Zugangsdaten brauchen wir dafür nicht. Sie bekommen eine Liste, was Ihnen gehört, was Sie anfordern sollten und was neu entstehen muss.
2. Plan
Schriftlich: Reihenfolge, was vor dem Vertragsende der alten Agentur passieren muss, welche Adressen sich ändern, welche Weiterleitungen nötig sind. Mit Aufwandsschätzung.
3. Umsetzung mit Protokoll
Die neue Website läuft zuerst auf einer Vorschau-Adresse, für Suchmaschinen gesperrt. Jede Änderung steht im Protokoll: was, warum, wie zurück. Vor jedem Eingriff in bestehende Konten oder Daten sichern wir den Zustand.
4. Vergleich alt und neu
Bevor umgeschaltet wird, vergleichen wir beide Fassungen Seite für Seite, nach denselben Prüfpunkten wie bei der SEO-Beratung: Aussehen auf Desktop und Smartphone, Überschriften, Links, Titel und Beschreibungen für Google, Verhalten von Menüs, Formularen und Einwilligung. Testanfragen gehen dabei nur an unsere eigenen Adressen.
So fallen Fehler auf, die sonst erst Wochen später jemand bemerkt. Typisch sind Formulare, die eine Anfrage ohne Pflichtangaben durchlassen, Links, die auf alte Adressen zeigen, oder Dienste wie Karten und Videos, die vor der Einwilligung laden. Wer das vor der Umschaltung findet, muss es nicht danach erklären.
5. Umschaltung mit Ihrer Freigabe
Die Umschaltung ist in der Regel eine DNS-Änderung bei Ihrem Domain-Anbieter. Sie entscheiden, wann. Danach prüfen wir Weiterleitungen, Formulare und Messung erneut. Die alte Fassung bleibt als Rückweg erhalten, solange Sie das möchten.
Die Preise stehen offen auf der Startseite: Preise ansehen.
Was Ihnen gehört und was nicht
Grob gilt: Ihre Inhalte, Ihre Domain, Ihre Kundendaten und Konten, die auf Ihr Unternehmen laufen, sind Ihre. Auch Exporte wie der Tag-Manager-Container oder Daten aus Ihrem Analysewerkzeug betreffen Ihre Daten und nicht die Werkleistung der Agentur. Der Programmcode, den die Agentur geschrieben hat, ist eine andere Frage. Daran kann sie Rechte haben, je nach Vertrag.
Das ist keine Rechtsberatung. Wir zeigen Ihnen technisch, was wo liegt und was Sie anfordern sollten. Wie Ihr Vertrag auszulegen ist, beurteilt ein Anwalt für IT- und Urheberrecht.
Was wir nicht versprechen
Wir versprechen nicht, dass Ihre Google-Positionen nach dem Relaunch gleich bleiben. Wir tun, was dafür nötig ist, Weiterleitungen, gleiche Titel, gleiche Inhalte, aber Google entscheidet selbst.
Wir versprechen auch nicht, dass Ihre Besucherzahlen gleich aussehen. Manche alte Messung umgeht Werbeblocker. Fällt das weg, sinken die Zahlen in der Statistik, ohne dass ein Besucher weniger kommt. Das sagen wir Ihnen vorher, damit niemand die Delle falsch deutet.
Und wir verhandeln nicht für Sie mit der alten Agentur. Wir liefern Ihnen die Liste, was Sie verlangen sollten, und warum. Woran Sie vorher erkennen, ob ein Wechsel überhaupt nötig ist, steht im Ratgeber Agentur prüfen.
Soll die neue Website mehrere Sprachen haben: Mehrsprachige Websites.
Für Ihre Branche
Agenturen und Büros · Dienstleister · Onlineshops
Bevor Sie kündigen
Lassen Sie prüfen, was an Ihrer Website hängt, solange die alte Agentur noch erreichbar ist. Der vollständige Befund ist kostenfrei, ebenso das Erstgespräch danach (Bedingungen).
Häufige Fragen
Gehört mir meine Website, wenn die Agentur sie gebaut hat?
Das hängt vom Vertrag ab. Inhalte, die Sie geliefert haben, Ihre Domain und Konten, die auf Ihr Unternehmen laufen, sind in der Regel Ihre Sache. Am Programmcode kann die Agentur Rechte haben. Wie es bei Ihnen aussieht, beurteilt ein Anwalt für IT- und Urheberrecht, nicht wir.
Muss ich den Code der alten Agentur kaufen?
Nicht unbedingt. Wenn Ihre Inhalte in einem CMS liegen, auf das Sie Zugriff haben, kann man oft eine neue Website auf denselben Datenbestand setzen. Ob das bei Ihnen geht, steht im Befund, bevor Sie etwas beauftragen.
Verliere ich beim Relaunch meine Google-Platzierungen?
Das Risiko besteht, vor allem wenn sich Adressen ändern und keine Weiterleitungen eingerichtet sind. Wir gleichen alle alten URLs mit den neuen ab und richten Weiterleitungen ein. Eine Garantie für Positionen gibt es trotzdem nicht.
Kann ich mein Google-Ads-Konto mitnehmen?
Wenn das Konto auf Ihr Unternehmen läuft, ja: Sie entziehen der Agentur den Zugriff. Liegt es im Verwaltungskonto der Agentur, muss die Inhaberschaft übertragen werden. Ein neues Konto ist auch möglich, dann gehen aber Verlaufsdaten und Lernstand der Gebotsstrategien verloren.
Wer schaltet am Ende auf die neue Website um?
Sie, oder wir mit Ihrer ausdrücklichen Freigabe. Die Umschaltung ist meist eine Änderung im DNS bei Ihrem Domain-Anbieter. Die alte Website bleibt bis dahin unverändert online.
Muss die alte Agentur mitspielen?
Für vieles nicht. Für einiges schon, etwa den Export des Tag-Manager-Containers oder alter Analysedaten. Diese Punkte listen wir früh auf, damit Sie sie vor dem Vertragsende anfordern können.
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