Conversion-Tracking in Google Ads einrichten: Schritt für Schritt
Google-Ads-Conversion-Tracking Schritt für Schritt: Conversion-Aktion anlegen, Google-Tag oder Tag Manager, Anrufe, erweiterte Conversions, Prüfung.
Stand: · Autor: Dmitri Shelkov
Conversion-Tracking in Google Ads richten Sie in drei Schritten ein. Sie legen im Konto eine Conversion-Aktion an, etwa „Anfrage gesendet“. Sie sorgen dafür, dass das Google-Tag auf jeder Seite lädt. Und Sie legen fest, wann eine Conversion zählt: beim Aufruf einer Danke-Seite oder bei einem Ereignis wie dem Absenden eines Formulars. Danach prüfen Sie mit Tag Assistant und im Konto, ob die Messung ankommt.
Ohne Conversion-Tracking sehen Sie Klicks und Kosten, aber nicht, was eine Anfrage kostet. Wie Sie erkennen, dass vorhandenes Tracking das Falsche misst, steht im Ratgeber Google Ads bringt keine Anfragen. Dieser Beitrag beschreibt die Technik und ist keine Rechtsberatung.
Vorbereitung: Was zählt als Conversion?
Legen Sie zuerst fest, welche Handlung für Ihr Geschäft wirklich zählt. Für die meisten Dienstleister ist das ein abgeschicktes Formular oder ein Anruf. Ein Klick auf „Kontakt“ ist noch keine Anfrage.
Klären Sie außerdem:
- Was passiert nach dem Absenden? Öffnet sich eine eigene Seite mit fester Adresse, etwa
/danke, oder erscheint nur eine Meldung? - Wie sind die Tags eingebaut? Im Code, über ein Plugin oder über den Google Tag Manager. Google warnt: Plugins bauen oft eigene Tags ein, und doppeltes Taggen führt zu doppelten Conversions (Google Ads-Hilfe: Web-Conversions einrichten).
Schritt 1: Conversion-Aktion anlegen
So legen Sie die Aktion laut Google an (Web-Conversions einrichten):
- Öffnen Sie im Menü Zielvorhaben die Zusammenfassung der Conversions.
- Klicken Sie auf + Conversion-Aktion erstellen.
- Wählen Sie bei „Conversions auf einer Website“ Datenquellen bearbeiten, geben Sie Ihre Domain ein und klicken Sie auf Scannen. Google erkennt dabei vorhandene Google-Tags und Analytics-Properties.
- Wählen Sie eine passende Kategorie und als Datenquelle das Google-Tag oder Ereignisse aus Google Analytics.
Drei Einstellungen sollten Sie bewusst setzen:
- Primär oder sekundär. Nur primäre Aktionen stehen in der Spalte „Conversions“ und fließen in die Gebote. Sekundäre dienen nur zur Beobachtung (Primäre und sekundäre Conversion-Aktionen). Machen Sie nur echte Anfragen und Käufe primär.
- Zählmethode. „Eine“ zählt eine Conversion pro Anzeigenklick, „Jede“ jede einzelne. Google empfiehlt „Eine“ für Leads und „Jede“ für Verkäufe (Conversions erfassen).
- Tracking-Zeitraum. Standard sind 30 Tage. Spätere Conversions erscheinen nicht in den Berichten (Conversion-Tracking-Zeiträume).
Ein Import aus Google Analytics geht nur für Ereignisse, die dort als Schlüsselereignis markiert sind. Solche Conversions sind in Google Ads zunächst sekundär. Zählen Sie dieselbe Anfrage nicht gleichzeitig über das Google-Tag und über Analytics als primär.
Schritt 2: Google-Tag oder Google Tag Manager
Das Google-Tag muss auf jeder Seite laden, in der Regel im Bereich <head>. Dazu kommt ein Ereignis-Snippet für die Conversion oder ein Telefon-Snippet für Anrufe (Conversion-Tracking mit dem Google-Tag). Google zeigt Ihnen am Ende der Einrichtung beides zum Kopieren an. Viele CMS haben dafür ein Feld oder Plugin.
Mit dem Google Tag Manager gehen Sie so vor (Tag Manager-Hilfe: Google Ads-Conversions):
- Richten Sie im Container das Google-Tag ein.
- Kopieren Sie in Google Ads in der Conversion-Aktion unter Tag-Einrichtung > Google Tag Manager verwenden die Conversion-ID und das Conversion-Label.
- Legen Sie ein Tag vom Typ Google Ads-Conversion-Tracking an, tragen Sie beide Werte ein und wählen Sie einen Trigger.
- Prüfen Sie im Vorschaumodus und veröffentlichen Sie den Container.
Zwei Details: Bleibt das Feld „Conversion-Wert“ leer, sendet der Tag Manager den Wert 0. Ein eigenes Tag „Conversion-Verknüpfung“ ist nicht nötig, wenn das Google-Tag auf jeder Seite lädt (Conversion-Verknüpfung).
Schritt 3: Danke-Seite oder Ereignis?
Welcher Weg passt, hängt davon ab, was nach dem Absenden passiert (Web-Conversions einrichten).
| Weg | Wann er passt | Einrichtung |
|---|---|---|
| Mit URL (Danke-Seite) | Nach dem Absenden öffnet sich eine Seite mit fester Adresse | „Automatisch ohne Coding“, Abgleich „URL ist“, „URL enthält“ oder „URL beginnt mit“ |
| Mit Code (Ereignis) | Adresse bleibt gleich, Button-Klick, Werte oder Transaktions-IDs | Ereignis-Snippet im Code oder Tag mit Trigger im Tag Manager |
Achten Sie darauf, dass die Danke-Seite nur über das Formular erreichbar ist. Ist sie im Menü verlinkt, zählt jeder Aufruf. Und lösen Sie ein Ereignis erst nach erfolgreichem Absenden aus, nicht schon beim Klick auf „Senden“, wenn noch Pflichtfelder fehlen.
Anrufe als Conversion messen
Anrufe erfassen Sie als eigene Aktion: + Conversion-Aktion erstellen > Conversions aus Anrufen. Google bietet „Anrufe über Anzeigen“, „Anrufe über Websitebesuche“ und „Anrufe über Uploads“ und zählt einen Anruf ab einer Mindestdauer, die Sie festlegen (Anrufe über Anzeigen erfassen).
- Anrufe über Anzeigen brauchen ein Anruf-Asset oder ein Standort-Asset mit bestätigter Nummer und aktivierte Anrufberichte.
- Anrufe nach einem Websitebesuch misst Google, indem das Telefon-Snippet Ihre Nummer durch eine Google-Weiterleitungsnummer ersetzt. Das Google-Tag muss auf den Seiten mit der Nummer laden.
Erweiterte Conversions
Erweiterte Conversions ergänzen die Messung um Daten aus dem Formular, etwa die E-Mail-Adresse. Sie werden vor dem Senden mit SHA256 gehasht und mit angemeldeten Google-Konten abgeglichen (Erweiterte Conversions).
Aktivieren lassen sie sich unter Zielvorhaben > Einstellungen > „Erweiterte Conversions“. Sie akzeptieren dabei die Nutzungsbedingungen für Kundendaten, wählen die Methode Google-Tag und legen fest, wie die Daten erfasst werden (Erweiterte Conversions für das Web einrichten). Laut Google gilt:
- Mindestens ein Feld muss auf der Conversion-Seite verfügbar sein, bevorzugt die E-Mail-Adresse.
- Es gelten die Datenverarbeitungsbedingungen für Google-Werbeprodukte. Klären Sie diesen Schritt vorher mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
- Bei automatischer Erkennung setzt Google ein Anzeigen-Cookie, für das der Einwilligungsstatus von
ad_storagegilt. - Daten zur Wirkung sehen Sie nach etwa 30 Tagen.
Einwilligung: Tracking und Consent Mode gehören zusammen
Wer Messung, personalisierte Anzeigen und Remarketing nutzen will, muss laut Google bei Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum die Einwilligung einholen und Einwilligungssignale senden. Seit 2024 gilt das ausdrücklich auch für die Messfunktionen (Tag Manager-Hilfe: Zuordnung von ad_storage zu ad_user_data). Daten für erweiterte Conversions erhebt das Google-Tag nur, wenn die Nutzungsbedingungen akzeptiert sind und gegebenenfalls die nötigen Einwilligungen auf „Gewährt“ stehen.
Richten Sie deshalb zuerst den Consent Mode ein, dann das Conversion-Tag. Die Schritte stehen im Ratgeber Consent Mode einrichten, die Grundlagen in Consent Mode v2. Welche Einstellungen für Ihre Website zulässig sind, ist eine Rechtsfrage für Ihren Datenschutzbeauftragten oder eine Kanzlei.
Prüfung: Tag Assistant, Status und Diagnose-Tab
Prüfen Sie sofort mit Tag Assistant und einige Tage später im Konto.
- Tag Assistant: Öffnen Sie tagassistant.google.com, klicken Sie auf Add domain und verbinden Sie Ihre Website (Tag Assistant-Hilfe). Akzeptieren Sie die Cookies, schicken Sie eine Testanfrage ab und prüfen Sie, ob das Conversion-Ereignis gesendet wurde. Wiederholen Sie den Test mit „Ablehnen“. Werbeblocker und Consent-Tools können laut Google die Verbindung verhindern.
- Status: Unter Zielvorhaben > Zusammenfassung zeigt die Spalte Status, ob die Aktion Daten erhält. Nach Einbau oder Korrektur kann es laut Google bis zu zwei Tage dauern, bis er stimmt.
- Diagnose-Tab: Klicken Sie auf eine Website-Conversion-Aktion und öffnen Sie Diagnose. Dort sehen Sie unter anderem, ob der Einwilligungsmodus eingerichtet ist (Einwilligungsmodus überprüfen).
- Abgleich: Vergleichen Sie nach einigen Wochen die Conversions mit den Anfragen in Ihrem Postfach. Notieren Sie Testanfragen mit Uhrzeit, damit Sie sie herausrechnen können.
Ändern Sie danach nicht ständig. Google nennt für Smart-Bidding-Strategien eine Lernphase von 7 bis 14 Tagen, die häufige Änderungen an Zielvorhaben zurücksetzen können.
Prüfliste
- [ ] Festgelegt, welche Handlung als Conversion zählt
- [ ] Nur echte Anfragen und Käufe primär, Anfragen mit Zählmethode „Eine“
- [ ] Google-Tag auf jeder Seite, nur einmal eingebunden
- [ ] Danke-Seite oder Ereignis passend zum Formular, Danke-Seite nicht verlinkt
- [ ] Anrufe als eigene Aktion, falls gewünscht
- [ ] Consent Mode vor dem Conversion-Tag eingerichtet
- [ ] Erweiterte Conversions erst nach Rücksprache mit dem Datenschutz
- [ ] Test mit Tag Assistant, mit „Akzeptieren“ und „Ablehnen“
- [ ] Status und Diagnose-Tab geprüft, Conversions mit echten Anfragen abgeglichen
Was eine Anfrage bei Ihren Klickpreisen kosten darf, schätzen Sie mit dem Google-Ads-Kostenrechner. Was wir bei Tracking und Einwilligung ansehen, steht unter Conversion-Tracking und Consent. Wenn Sie möchten, dass jemand Ihr Tracking zusammen mit dem Werbekonto prüft, können Sie eine kostenfreie Diagnose anfragen (Bedingungen).
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Web-Conversions einrichten
- Google Ads-Hilfe: Conversion-Tracking mit dem Google-Tag
- Google Ads-Hilfe: Primäre und sekundäre Conversion-Aktionen
- Google Ads-Hilfe: Conversions erfassen
- Google Ads-Hilfe: Conversion-Tracking-Zeiträume
- Google Ads-Hilfe: Anrufe über Anzeigen erfassen
- Google Ads-Hilfe: Erweiterte Conversions
- Google Ads-Hilfe: Erweiterte Conversions für das Web einrichten
- Google Ads-Hilfe: Implementierung des Einwilligungsmodus überprüfen
- Tag Manager-Hilfe: Google Ads-Conversions, Conversion-Verknüpfung, Zuordnung von ad_storage zu ad_user_data
- Tag Assistant-Hilfe: Troubleshoot with Tag Assistant
Alle Quellen abgerufen am 12.10.2026. Keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Wo lege ich in Google Ads eine Conversion-Aktion an?
Im Menü „Zielvorhaben“ unter „Conversions“ > „Zusammenfassung“ mit „+ Conversion-Aktion erstellen“. Dort wählen Sie Datenquelle, Kategorie und Einrichtungsmethode.
Danke-Seite oder Ereignis: was ist besser?
Hat Ihr Formular eine eigene Bestätigungsseite mit fester Adresse, reicht die Einrichtung über die URL ohne Code. Bleibt die Adresse nach dem Absenden gleich, brauchen Sie ein Ereignis, per Code oder über den Google Tag Manager.
Sollte ich „Jede“ oder „Eine“ Conversion zählen?
Für Anfragen meist „Eine“: Google zählt dann pro Anzeigenklick nur eine Conversion je Aktion. „Jede“ ist für Verkäufe gedacht, bei denen jeder Kauf Umsatz bringt.
Brauche ich für Conversion-Tracking eine Einwilligung der Besucher?
Für Messung, personalisierte Anzeigen und Remarketing verlangt Google bei Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum eine Einwilligung und die Übermittlung von Einwilligungssignalen. Ob Ihre Einstellungen rechtlich zulässig sind, klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Wie lange dauert es, bis der Status in Google Ads stimmt?
Laut Google bis zu zwei Tage nach dem Einbau oder einer Korrektur. Testen Sie deshalb sofort mit Tag Assistant und prüfen Sie den Status in Google Ads später.