Google Consent Mode v2 einrichten: Schritt für Schritt mit Tag Manager oder gtag.js
Consent Mode v2 Schritt für Schritt einrichten: mit CMP-Vorlage im Google Tag Manager oder per gtag.js, mit Standardstatus, Region und Prüfung.
Stand: · Autor: Dmitri Shelkov
Google Consent Mode v2 richten Sie auf zwei Wegen ein: im Google Tag Manager mit der Vorlage Ihres Consent-Tools oder direkt im Code mit gtag.js. In beiden Fällen gilt dasselbe Muster. Zuerst wird ein Standardstatus gesetzt, bei dem alle vier Signale auf denied stehen. Erst danach laden die Google-Tags. Sobald der Besucher im Banner entscheidet, wird der Status aktualisiert. Am Ende prüfen Sie das Ergebnis mit Tag Assistant und in Google Ads und Google Analytics.
Was Consent Mode ist, welche Modi es gibt und warum Google ihn im EWR verlangt, erklärt der Ratgeber Consent Mode v2. Hier geht es nur um die Einrichtung.
Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt die Technik. Er ist keine Rechtsberatung. Welche Einstellungen für Ihre Website zulässig sind, klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einer Kanzlei.
Vorbereitung: was Sie vor dem Einrichten klären
Klären Sie vor dem ersten Klick drei Punkte. Das spart später doppelte Arbeit.
- Welches Consent-Tool nutzen Sie? Consent Mode selbst hat kein Banner. Die Einwilligung holt Ihre Consent-Management-Plattform (CMP) ein (Google Ads-Hilfe: Einwilligungsmodus). Google führt im CMP-Partnerprogramm Anbieter, die Consent Mode unterstützen und dafür geprüft wurden.
- Wie sind die Google-Tags eingebaut? Über den Google Tag Manager oder direkt im Code mit gtag.js. Prüfen Sie, ob Tags doppelt eingebaut sind, etwa einmal im Tag Manager und einmal über ein Theme oder Plugin.
- Basic oder Advanced? Im einfachen Modus laden Google-Tags erst nach der Entscheidung im Banner. Im erweiterten Modus laden sie sofort mit Standardstatus und senden bei Ablehnung Messungen ohne Cookies. Den Unterschied erklärt der Ratgeber Consent Mode v2. Treffen Sie diese Entscheidung bewusst und halten Sie sie fest.
Die vier Parameter und ihre Werte
Consent Mode v2 arbeitet mit vier Parametern. Jeder hat den Wert granted (erteilt) oder denied (abgelehnt) (Google for Developers: Consent Mode).
| Parameter | Laut Google zuständig für |
|---|---|
ad_storage | Speicherung, etwa Cookies, für Werbung |
analytics_storage | Speicherung, etwa Cookies, für Statistik, zum Beispiel Besuchsdauer |
ad_user_data | Einwilligung, Nutzerdaten für Online-Werbung an Google zu senden |
ad_personalization | Einwilligung in personalisierte Werbung |
Vor der Entscheidung des Besuchers stehen alle vier auf denied. Nach „Alle akzeptieren“ stehen alle vier auf granted. Wählt der Besucher nur einzelne Zwecke, setzt das Banner nur die passenden Parameter auf granted.
Variante A: im Google Tag Manager mit CMP-Vorlage
Für Websites mit Google Tag Manager empfiehlt Google, die Aktualisierung der Einwilligung einer CMP zu überlassen (Google for Developers: Consent Mode einrichten). Viele CMPs stellen dafür Vorlagen in der Community-Galerie für Vorlagen bereit.
Schritt 1: Vorlage der CMP einbinden
- Öffnen Sie Ihren Container und gehen Sie zu Tags > Neu.
- Wählen Sie bei der Tag-Konfiguration die Community-Galerie für Vorlagen und suchen Sie nach dem Namen Ihres Consent-Tools (Tag Manager-Hilfe: Einwilligungsmodus).
- Fügen Sie die Vorlage hinzu und richten Sie sie nach der Anleitung Ihres Consent-Tools ein.
- Setzen Sie den Standardstatus für alle vier Parameter auf
denied.
Schritt 2: den richtigen Trigger wählen
Wählen Sie als Trigger Initialisierung der Einwilligung – Alle Seiten. Laut Google wird dieser Trigger vor allen anderen Triggern ausgelöst, auch vor „Initialisierung“ (Tag Manager-Hilfe). Läuft das CMP-Tag bei einem späteren Trigger, feuern Google-Tags womöglich, bevor der Standardstatus steht.
Schritt 3: Einwilligungsübersicht aktivieren
- Gehen Sie zu Verwaltung > Containereinstellungen.
- Aktivieren Sie unter Weitere Einstellungen die Option „Einwilligungsübersicht“ aktivieren.
In der Einwilligungsübersicht können Sie mehrere Tags auswählen und ihre Einwilligungseinstellungen gemeinsam bearbeiten.
Schritt 4: Einwilligungseinstellungen der Tags prüfen
Google-Tags wie Google Ads und Google Analytics haben integrierte Einwilligungsprüfungen. Sie passen ihr Verhalten selbst an den Status an. Für jedes Tag können Sie zusätzlich unter Erweiterte Einstellungen > Einstellungen zur Nutzereinwilligung festlegen, ob es weitere Einwilligungen braucht (Tag Manager-Hilfe):
- Keine Festlegung: Standard, keine zusätzlichen Prüfungen.
- Keine zusätzliche Einwilligung erforderlich: Das Tag braucht keine weitere Einwilligung.
- Zusätzliche Einwilligung zur Auslösung des Tags erforderlich: Das Tag feuert nur, wenn alle gewählten Einwilligungsarten erteilt sind.
Die dritte Option eignet sich für Tags ohne integrierte Prüfung, etwa ein Pixel eines anderen Anbieters, das nur nach Einwilligung laden soll.
Schritt 5: testen, dann veröffentlichen
Testen Sie die Einrichtung mit Tag Assistant (siehe Abschnitt Prüfung unten) und veröffentlichen Sie dann den Container. Laut Google werden Änderungen an den Einwilligungseinstellungen erst mit dem Veröffentlichen wirksam.
Variante B: direkt im Code mit gtag.js
Ohne Tag Manager setzen Sie den Status mit zwei Befehlen: default für den Standardstatus und update nach der Entscheidung. Die Reihenfolge ist entscheidend. Google schreibt: Wird der Einwilligungscode in falscher Reihenfolge aufgerufen, funktionieren die Standardwerte nicht (Google for Developers: Consent Mode einrichten).
Schritt 1: Standardstatus vor allen Tags setzen
Der Befehl muss auf jeder Seite stehen, vor allen config- und event-Befehlen. So sieht Googles Beispiel aus:
gtag('consent', 'default', {
'ad_storage': 'denied',
'ad_user_data': 'denied',
'ad_personalization': 'denied',
'analytics_storage': 'denied'
});
Lädt Ihr Consent-Tool asynchron, ergänzen Sie 'wait_for_update': 500. Der Wert in Millisekunden gibt dem Banner Zeit, den Status zu aktualisieren, bevor Tags Daten senden.
Schritt 2: Status nach der Entscheidung aktualisieren
Sobald der Besucher im Banner entscheidet, ruft das Banner den Befehl update auf. Googles Beispiel für „Alle akzeptieren“:
gtag('consent', 'update', {
'ad_user_data': 'granted',
'ad_personalization': 'granted',
'ad_storage': 'granted',
'analytics_storage': 'granted'
});
Die Entscheidung muss gespeichert und auf jeder weiteren Seite erneut mit update gesetzt werden. Widerruft der Besucher seine Einwilligung, sendet das Banner ein neues update mit denied. Laut Google übernehmen viele CMPs das Senden des Status an Google selbst.
Schritt 3: Reihenfolge der Skripte prüfen
Google nennt diese Reihenfolge (Google for Developers):
- Google-Tag-Snippet mit dem Standardstatus
- Ihr Consent-Tool, bei asynchronem Laden mit
wait_for_update updatenach der Entscheidung, falls das Consent-Tool das nicht selbst übernimmt
Region einstellen: Standardstatus nur für bestimmte Länder
Mit dem Parameter region gilt ein Standardstatus nur für Besucher aus bestimmten Regionen. Die Regionen geben Sie als Codes nach ISO 3166-2 an. Gibt es mehrere passende Befehle, gilt laut Google der spezifischste (Google for Developers).
Ein Beispiel mit angenommenen Ländern:
gtag('consent', 'default', {
'ad_storage': 'denied',
'ad_user_data': 'denied',
'ad_personalization': 'denied',
'analytics_storage': 'denied',
'region': ['DE', 'AT']
});
Für Besucher aus Deutschland und Österreich steht dann alles auf denied. Für alle anderen gilt ein zweiter default-Befehl ohne region. Wer in mehreren EU-Ländern Besucher hat, muss jedes Land aufführen. Ob Sie für andere Regionen einen anderen Standard setzen dürfen, ist eine Rechtsfrage. Im Zweifel bleibt ein einziger Standard mit denied für alle die einfachere Lösung.
Prüfung mit Tag Assistant
Mit Tag Assistant sehen Sie, ob Standardstatus und Aktualisierung ankommen. Google beschreibt die Prüfung so (Google Ads-Hilfe: Implementierung des Einwilligungsmodus überprüfen, Google for Developers: Consent Mode debuggen):
- Öffnen Sie tagassistant.google.com, geben Sie Ihre Website-Adresse ein und starten Sie die Sitzung.
- Wählen Sie unter Summary das früheste Consent-Ereignis. Im Bereich „API Call“ müssen alle vier Parameter gesetzt sein. Im Reiter Consent zeigt die Spalte „On-page Default“ den Standardstatus
denied. - Akzeptieren Sie im Banner alle Cookies. Wählen Sie das neueste Consent-Ereignis. Die Spalte „On-page Update“ zeigt jetzt
granted. - Öffnen Sie unter Summary den Reiter Tags und klicken Sie ein Tag an. Dort sehen Sie, ob es ausgelöst oder durch die Einwilligungseinstellungen blockiert wurde.
- Wiederholen Sie den Test in einem neuen privaten Fenster mit „Ablehnen“. Die Werte müssen auf
deniedbleiben.
Feuert ein Werbe-Tag, bevor der Standardstatus gesetzt ist, meldet Tag Assistant einen Fehler. Dann hat das Tag schon Cookies gelesen oder geschrieben. Die Lösung ist fast immer die Reihenfolge: Standardstatus früher setzen, im Tag Manager mit dem Trigger „Initialisierung der Einwilligung – Alle Seiten“.
Prüfung in Google Ads und Google Analytics
Tag Assistant prüft eine einzelne Sitzung. Ob die Signale dauerhaft ankommen, zeigen die Konten selbst.
Google Ads: Diagnose der Conversion-Aktion
- Klicken Sie in Google Ads auf Zielvorhaben.
- Öffnen Sie Conversions und klicken Sie auf Zusammenfassung.
- Klicken Sie in der Tabelle „Conversion-Aktionen“ auf eine Website-Conversion-Aktion.
- Öffnen Sie den Tab Diagnose.
Dort steht einer von zwei Status: „Der Einwilligungsmodus ist eingerichtet. Die Modellierung wird aktiv, sobald die Grenzwerte für Klicks erreicht sind.“ oder „Der Einwilligungsmodus ist eingerichtet und die Modellierung aktiv.“ Laut Google kann es bis zu zwei Tage dauern, bis der Status erscheint, in manchen Fällen bis zu zwei Wochen. Für die Modellierung von Conversions nennt Google als Grenzwert mindestens 700 Anzeigenklicks in sieben Tagen je Kombination aus Domain und Land (Google Ads-Hilfe).
Google Analytics 4: Einwilligungseinstellungen
- Öffnen Sie Verwaltung.
- Klicken Sie unter Datenerhebung und -änderung auf Einwilligungseinstellungen.
Dort sehen Sie, je nach Property, den Anteil von Traffic und Conversions aus dem EWR und den Status der Einwilligungssignale je Datenstream. Für die Messung von Werbung erwartet Google den Parameter ad_user_data, für personalisierte Werbung ad_personalization. Nutzen Sie ein eigenes Banner ohne zertifizierte CMP, brauchen Sie laut Google Version 2 des Einwilligungsmodus, um diese Signale zu senden (Analytics-Hilfe: Einwilligungseinstellungen prüfen).
Häufige Fehler beim Einrichten
- CMP-Tag beim falschen Trigger. „Alle Seiten“ oder „Initialisierung“ ist zu spät. Richtig ist „Initialisierung der Einwilligung – Alle Seiten“.
- Nur zwei Parameter gesetzt. Ältere Einrichtungen kennen nur
ad_storageundanalytics_storage. Aktualisieren Sie Vorlage oder Plugin, bis alle vier im Tag Assistant erscheinen. - Consent-Mode-Option im Banner nicht aktiviert. Viele Consent-Tools senden die Signale erst, wenn die Google-Option in ihren Einstellungen eingeschaltet ist.
- Tags doppelt eingebaut. Ein Google-Tag direkt im Theme läuft am Tag Manager vorbei und damit oft auch am Standardstatus.
- Container nicht veröffentlicht. Änderungen im Tag Manager werden erst mit dem Veröffentlichen wirksam.
- Nach Updates nicht neu geprüft. Plugin- und Theme-Updates können die Ladereihenfolge verändern. Prüfen Sie danach erneut mit Tag Assistant.
Wie Sie eine bestehende Einrichtung schnell auf diese Fehler prüfen, steht im Ratgeber Consent Mode v2.
Prüfliste
- [ ] Consent-Tool gewählt, Google-Consent-Mode-Option aktiv
- [ ] Standardstatus vor allen Google-Tags, alle vier Parameter
denied - [ ] Im Tag Manager: CMP-Tag beim Trigger „Initialisierung der Einwilligung – Alle Seiten“
- [ ] Einwilligungsübersicht aktiviert, Tags ohne eigene Prüfung mit zusätzlicher Einwilligung
- [ ] Tag Assistant: „On-page Default“
denied, „On-page Update“ nach Klickgranted - [ ] Test mit „Ablehnen“: Werte bleiben
denied - [ ] Google Ads: Status im Diagnose-Tab der Conversion-Aktion geprüft
- [ ] Google Analytics: Einwilligungseinstellungen je Datenstream geprüft
- [ ] Entscheidung Basic oder Advanced dokumentiert
Was wir bei Tracking und Einwilligung im Einzelnen ansehen, steht unter Conversion-Tracking und Consent. Wenn Sie möchten, dass jemand Tracking und Einwilligung zusammen mit Ihren Werbekonten prüft, können Sie eine kostenfreie Diagnose anfragen (Bedingungen).
Quellen
- Google for Developers: Consent Mode auf Websites einrichten (zuletzt aktualisiert 30.07.2026)
- Google for Developers: Consent Mode – Übersicht (zuletzt aktualisiert 30.07.2026)
- Google for Developers: Consent Mode prüfen und debuggen (zuletzt aktualisiert 30.07.2026)
- Google Tag Manager-Hilfe: Einwilligungsmodus und Einwilligungseinstellungen
- Google Ads-Hilfe: Implementierung des Einwilligungsmodus überprüfen
- Google Ads-Hilfe: Einwilligungsmodus
- Analytics-Hilfe: Einwilligungseinstellungen prüfen und aktualisieren
- Google: CMP-Partnerprogramm
Alle Quellen abgerufen am 12.10.2026. Keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Wie richte ich Consent Mode im Google Tag Manager ein?
Am einfachsten mit der Vorlage Ihres Consent-Tools aus der Community-Galerie für Vorlagen. Das Tag läuft beim Trigger „Initialisierung der Einwilligung – Alle Seiten“, setzt den Standardstatus und gibt die Entscheidung des Besuchers an Google weiter.
Welche vier Parameter muss ich setzen?
ad_storage, analytics_storage, ad_user_data und ad_personalization. Jeder hat den Wert granted oder denied; vor der Entscheidung des Besuchers stehen alle auf denied.
Wo muss der Standardstatus im Code stehen?
Vor allen config- und event-Befehlen und vor dem Laden der Google-Tags. Laut Google funktionieren die Standardwerte nicht, wenn der Einwilligungscode in falscher Reihenfolge aufgerufen wird.
Wie prüfe ich, ob die Einrichtung funktioniert?
Mit Google Tag Assistant: Im Reiter „Consent“ muss die Spalte „On-page Default“ den Standardstatus und „On-page Update“ die Entscheidung zeigen. Zusätzlich zeigen Google Ads im Diagnose-Tab einer Conversion-Aktion und Google Analytics unter den Einwilligungseinstellungen, ob Signale ankommen.
Wie lange dauert es, bis Google Ads den Status anzeigt?
Laut Google bis zu zwei Tage, in manchen Fällen bis zu zwei Wochen.
Verwandte Seiten
- RatgeberConsent Mode v2
Ohne Consent Mode v2 fehlen in der EU Conversions in Google Ads. So prüfen Sie die Einrichtung in 5 Minuten: typische Fehler und Lösungen, Stand 10/2026.
- LeistungTracking & Consent
Kommen Ihre Conversions an? Wir prüfen Tag Manager, GA4, Consent Mode v2, Meta-Pixel, Server-Side-Tracking. Befund in 48 Stunden an Werktagen.