Keyword-Preise und Keyword-Kosten bei Google Ads: Klickpreise selbst nachsehen und Budget schätzen
Was ein Keyword bei Google Ads kostet: Klickpreise im Keyword-Planer abrufen, Gebotsspannen richtig lesen und daraus ein Monatsbudget schätzen.
Stand: · Autor: Dmitri Shelkov
Was ein Keyword bei Google Ads kostet (oft „Keyword-Kosten“ oder „Keyword-Preise“ genannt), sehen Sie selbst im kostenlosen Keyword-Planer. Er zeigt für jeden Begriff zwei Werte: das Gebot für obere Positionen im unteren und im oberen Bereich. Das sind Schätzungen aus den letzten 30 Tagen, keine festen Preise. Was Sie am Ende pro Klick zahlen, entscheidet jede einzelne Auktion. Mit beiden Werten können Sie trotzdem eine brauchbare Budgetspanne rechnen.
Dieser Beitrag zeigt den Weg Schritt für Schritt. Einen Überblick über alle Kosten, mit Beispielen nach Branche und den Kosten für Betreuung, finden Sie im Ratgeber Google Ads Kosten.
Keyword-Planer: Klickpreise Schritt für Schritt abrufen
Der Keyword-Planer ist ein kostenloses Werkzeug in Google Ads. Sie brauchen dafür ein Konto, dessen Einrichtung abgeschlossen ist und in dem Zahlungsinformationen hinterlegt sind. Kosten entstehen erst, wenn Anzeigen laufen (Google Ads-Hilfe: Keyword-Planer).
- Melden Sie sich in Google Ads an.
- Öffnen Sie das Menü Tools (Werkzeugsymbol) und wählen Sie Keyword-Planer.
- Wählen Sie einen der beiden Wege:
- Neue Keywords entdecken: Sie geben Begriffe oder eine Website ein, die zu Ihrem Angebot passen, und bekommen Vorschläge.
- Suchvolumen und Prognosen abrufen: Sie geben Ihre eigenen Keywords ein oder laden eine CSV-Datei mit einer Spalte „Keyword“ hoch.
- Prüfen Sie oben in den Ergebnissen Standort und Sprache. Die Gebotswerte gelten für die eingestellten Standort- und Netzwerkeinstellungen (Google Ads-Hilfe: Keyword-Planer: Prognosen). Stellen Sie das Gebiet ein, in dem Sie tatsächlich werben wollen, etwa Ihre Stadt mit Umkreis statt ganz Deutschland.
- Lesen Sie in der Tabelle die Spalten „Durchschnittl. Suchanfragen pro Monat“, „Wettbewerb“ und die beiden Gebotsspalten.
Tipp: Speichern Sie die Liste als Datei. Dann sehen Sie später, wie sich die Werte verändert haben.
Gebot für obere Positionen: unterer und oberer Bereich richtig lesen
Die beiden Gebotsspalten heißen in der deutschen Google-Hilfe „Gebot für obere Positionen (unterer Bereich)“ und „Gebot für obere Positionen (oberer Bereich)“. Sie beschreiben, was Werbetreibende bisher geboten haben, um mit einer Anzeige oben auf der ersten Ergebnisseite zu erscheinen (Google Ads-Hilfe: Keyword-Planer: Prognosen).
| Spalte | Was sie laut Google bedeutet |
|---|---|
| Gebot für obere Positionen (unterer Bereich) | Annäherung an das 20. Perzentil der bisherigen Gebote für obere Positionen |
| Gebot für obere Positionen (oberer Bereich) | Annäherung an das 80. Perzentil der bisherigen Gebote für obere Positionen |
| Durchschnittl. Suchanfragen pro Monat | Durchschnitt über den gewählten Zeitraum, standardmäßig 12 Monate, für das Keyword und ähnliche Varianten |
| Wettbewerb | Wie viele Werbetreibende auf das Keyword bieten, im Vergleich zu allen Keywords: niedrig, mittel oder hoch |
Die Perzentil-Angaben stehen in der englischen Fassung derselben Hilfeseite (Google Ads Help: Keyword Planner forecasts).
Drei Dinge folgen daraus:
- Es sind Annäherungen, keine Preise. Google beschreibt die Spanne als Annäherung an das, was Werbetreibende bisher für eine Platzierung oben auf der Seite gezahlt haben. Ihr eigener Klickpreis kann darüber oder darunter liegen.
- Die Daten sind kurzfristig. Die Gebotsspannen beruhen auf den letzten 30 Tagen. Saisonale Begriffe können im nächsten Monat anders aussehen.
- „Hoher Wettbewerb“ heißt nicht „teuer“. Die Spalte zählt Werbetreibende, sie misst nicht den Preis. Entscheidend für Ihre Rechnung sind die Gebotsspalten.
Fehlt bei einem Keyword die Spanne, gibt es dafür zu wenig Gebotsverlauf. Dann nehmen Sie verwandte Begriffe aus derselben Abfrage als Orientierung.
Warum Ihr tatsächlicher Klickpreis anders ausfällt
Der Klickpreis, den Sie später im Konto sehen, ist das Ergebnis vieler einzelner Auktionen. Google nennt ihn den tatsächlichen Cost-per-Click: den Endbetrag, der Ihnen für einen Klick berechnet wird. Er liegt laut Google oft unter Ihrem maximalen Gebot, manchmal erheblich (Google Ads-Hilfe: Tatsächlicher CPC).
Wie viel Sie zahlen, hängt davon ab:
- Wer unter Ihnen steht. Sie zahlen höchstens den Betrag, der nötig ist, um die Schwellenwerte für den Anzeigenrang zu erreichen und den Werbetreibenden direkt unter Ihnen zu übertreffen. Steht niemand unter Ihnen, zahlen Sie den Mindestpreis.
- Wie gut Ihre Anzeige ist. Der Anzeigenrang hängt unter anderem vom Gebot, von der Qualität von Anzeige und Zielseite und vom Kontext der Suche ab, etwa Suchbegriff, Zeitpunkt und Standort der suchenden Person. Google schreibt: „Hochwertigere Anzeigen führen häufig zu niedrigeren CPCs.“ (Google Ads-Hilfe: Anzeigenrang)
- Welche Gebotsstrategie Sie nutzen. Bei automatischen Gebotsstrategien oder Gebotsanpassungen kann der tatsächliche Klickpreis auch über dem maximalen Gebot liegen.
Die Werte im Keyword-Planer sind also ein Startpunkt. Nach den ersten Wochen ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen Zahlen aus dem Konto.
Qualitätsfaktor: was er über Ihre Klickpreise verrät
Den Qualitätsfaktor zeigt Google pro Keyword auf einer Skala von 1 bis 10. Er ist ein Diagnosewert: Laut Google fließt er nicht selbst in die Anzeigenauktion ein (Google Ads-Hilfe: Qualitätsfaktor). Er zeigt aber, wo Ihre Anzeige im Vergleich zu anderen schwächer ist.
So blenden Sie ihn ein:
- Öffnen Sie Kampagnen > Keywords.
- Klicken Sie oben rechts in der Tabelle auf das Spaltensymbol.
- Wählen Sie im Bereich „Qualitätsfaktor“ die Spalten Qualitätsfaktor, Erwartete CTR, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage aus und klicken Sie auf Anwenden.
Jede der drei Komponenten wird als „Überdurchschnittlich“, „Durchschnittlich“ oder „Unterdurchschnittlich“ bewertet. Steht dort „Unterdurchschnittlich“, wissen Sie, wo Sie ansetzen: an der Anzeige, an der Passung zur Suche oder an der Zielseite. Ein Strich statt einer Zahl bedeutet, dass es zu wenige Suchen gab, die genau zum Keyword passen.
Vor dem Start haben Sie noch keinen Qualitätsfaktor. Planen Sie deshalb mit dem oberen Gebotswert, solange Sie nicht wissen, wie Ihre Anzeigen abschneiden.
Monatsbudget aus Keyword-Preisen schätzen
Ein Budget lässt sich aus den Gebotsspannen als Spanne schätzen, nicht als einzelne Zahl. So gehen Sie vor:
- Keywords auswählen. Nehmen Sie nur Begriffe, bei denen jemand wirklich Ihr Angebot sucht. Streichen Sie Begriffe mit Informationsabsicht wie „kostenlos“ oder „selber machen“, wenn Sie das nicht anbieten.
- Gewünschte Klicks festlegen. Wie viele Klicks brauchen Sie im Monat? Rückwärts gerechnet aus Ihren Ziel-Anfragen und Ihrer Conversion-Rate. Die Formel dazu steht im Ratgeber Google Ads Kosten.
- Zweimal rechnen. Klicks × unterer Gebotswert ergibt die vorsichtige Untergrenze, Klicks × oberer Gebotswert die Obergrenze. Das übernimmt auch unser Google Ads Kosten Rechner.
- Tagesbudget ableiten. Google kann an einzelnen Tagen bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, berechnet im Monat aber höchstens das 30,4-Fache (Google Ads-Hilfe: Mehrauslieferung). Teilen Sie Ihr Monatsbudget also durch 30,4.
Beispiel mit angenommenen Werten
Angenommen, der Keyword-Planer zeigt für Ihr wichtigstes Keyword 1,50 € im unteren und 4,00 € im oberen Bereich, und Sie wollen 150 Klicks im Monat.
- Untergrenze: 150 × 1,50 € = 225 € im Monat
- Obergrenze: 150 × 4,00 € = 600 € im Monat
- Tagesbudget für die Obergrenze: 600 € ÷ 30,4 ≈ 19,74 €
Die Werte sind erfunden und zeigen nur den Rechenweg. Bei mehreren Keywords rechnen Sie das für jedes einzeln und addieren. Gewichten Sie dabei nach dem Anteil der Klicks, den Sie pro Keyword erwarten.
Zusätzlich bietet der Keyword-Planer unter „Suchvolumen und Prognosen abrufen“ eine Prognose. Sie schätzt Klicks, Impressionen, Kosten und Conversions aus Ihrem Budget und Ihrer Gebotsstrategie. Laut Google werden Prognosen täglich aktualisiert und beruhen auf Daten der letzten 7 bis 10 Tage (Google Ads-Hilfe: Keyword-Planer). Nutzen Sie die Prognose als zweiten Blick auf Ihre eigene Rechnung, nicht als Ersatz.
Typische Fehler beim Schätzen
- Bundesweite Werte für ein lokales Angebot. Die Gebotswerte hängen vom Standort ab. Wer nur in einer Stadt wirbt, sollte auch nur diese Stadt einstellen.
- Den unteren Wert als Preis nehmen. Der untere Bereich ist die Annäherung an das 20. Perzentil. Mit diesem Wert erscheinen Sie bei vielen Auktionen nicht oben.
- Suchvolumen mit Klicks verwechseln. Von den monatlichen Suchanfragen klickt nur ein Teil auf eine Anzeige, und nicht jede Suche löst Ihre Anzeige aus.
- Einzelne Keywords statt Suchbegriffe planen. Mit der Standardoption „Weitgehend passend“ kann Ihre Anzeige auch bei verwandten Suchen erscheinen (Google Ads-Hilfe: Keyword-Optionen). Welche Suchen tatsächlich Klicks gebracht haben, zeigt der Bericht unter Kampagnen > Statistiken und Berichte > Suchbegriffe (Google Ads-Hilfe: Suchbegriffe-Bericht).
- Schätzung nie überprüfen. Nach den ersten Wochen haben Sie echte Klickpreise. Vergleichen Sie sie mit Ihrer Schätzung und passen Sie das Budget an.
- Nur auf den Klickpreis schauen. Ein günstiger Klick, der keine Anfrage bringt, ist teurer als ein teurer Klick, der eine bringt. Ohne funktionierendes Conversion-Tracking sehen Sie den Unterschied nicht. Mehr dazu unter Conversion-Tracking und Consent.
Prüfliste
- [ ] Keyword-Planer mit dem richtigen Standort und der richtigen Sprache geöffnet
- [ ] Nur Keywords mit Kaufabsicht in der Liste
- [ ] Budget als Spanne aus unterem und oberem Gebotswert gerechnet
- [ ] Tagesbudget aus Monatsbudget ÷ 30,4 abgeleitet
- [ ] Qualitätsfaktor-Spalten im Konto eingeblendet
- [ ] Nach den ersten Wochen tatsächliche Klickpreise und Suchbegriffe geprüft
Wenn das Budget ausgegeben wird, aber keine Anfragen kommen, finden Sie mögliche Ursachen im Ratgeber Google Ads bringt keine Anfragen. Was eine laufende Betreuung bei uns umfasst, steht unter Google Ads Betreuung. Wenn Sie wissen möchten, wo in Ihrem bestehenden Konto Budget ohne Gegenwert verloren geht, können Sie eine kostenfreie Diagnose anfragen (Bedingungen).
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Keyword-Planer
- Google Ads-Hilfe: Keyword-Planer: Prognosen und englische Fassung Keyword Planner forecasts
- Google Ads-Hilfe: Tatsächlicher Cost-per-Click
- Google Ads-Hilfe: Anzeigenrang
- Google Ads-Hilfe: Qualitätsfaktor
- Google Ads-Hilfe: Mehrauslieferung und durchschnittliches Tagesbudget
- Google Ads-Hilfe: Keyword-Optionen
- Google Ads-Hilfe: Suchbegriffe-Bericht
Alle Quellen abgerufen am 12.10.2026.
Häufige Fragen
Wo sehe ich, was ein Keyword bei Google Ads kostet?
Im Keyword-Planer in Ihrem Google-Ads-Konto, unter „Tools“. Er zeigt für jedes Keyword zwei Gebotswerte für obere Positionen, einen unteren und einen oberen Bereich, bezogen auf Ihre Standort- und Netzwerkeinstellungen.
Ist der Wert im Keyword-Planer der Preis, den ich zahle?
Nein. Die Spannen sind Schätzungen auf Basis der letzten 30 Tage. Was Sie tatsächlich zahlen, entscheidet jede einzelne Auktion; laut Google liegt der tatsächliche Klickpreis oft unter Ihrem Höchstgebot.
Was kostet der Google Keyword-Planer?
Nichts. Der Keyword-Planer ist ein kostenloses Werkzeug im Google-Ads-Konto. Bezahlt wird erst, wenn Anzeigen laufen und geklickt werden.
Brauche ich für den Keyword-Planer ein Werbebudget?
Sie brauchen ein Google-Ads-Konto mit abgeschlossener Einrichtung und hinterlegten Zahlungsinformationen. Kosten entstehen erst, wenn Anzeigen laufen.
Wie schätze ich daraus ein Monatsbudget?
Nehmen Sie die gewünschte Zahl an Klicks und multiplizieren Sie sie einmal mit dem unteren und einmal mit dem oberen Gebotswert. So erhalten Sie eine Spanne statt einer Scheinzahl. Danach ersetzen Sie die Schätzung durch Ihre gemessenen Klickpreise.
Warum zeigt der Keyword-Planer bei manchen Keywords keine Preise?
Für Keywords mit wenig Gebotsverlauf kann Google keine Spanne berechnen. Dann helfen verwandte, häufiger gesuchte Begriffe aus derselben Abfrage als Orientierung.
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