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Was kostet Google Ads? Budget, Klickpreise und Betreuung realistisch planen

Was Google Ads (früher AdWords) kostet: Klickpreise nach Branche, sinnvolles Budget, Kosten für Agentur oder Freelancer. Mit Rechenbeispiel, Stand 10/2026.

Stand: · Autor: Dmitri Shelkov

Google Ads hat keinen festen Preis. Sie bestimmen ein Tagesbudget und zahlen bei Suchanzeigen meist pro Klick. Was ein Klick kostet, entscheidet eine Auktion, und das hängt stark von Branche, Region und Wettbewerb ab. In unserer Stichprobe vom 06.10.2026 lagen durchschnittliche Klickpreise in Deutschland zwischen rund 0,80 € und knapp 35 €. Zum Werbebudget kommen meist Kosten für Betreuung, Tracking und Zielseite.

Falls Sie nach „AdWords Kosten“ oder „Google Anzeigen Kosten“ suchen: Gemeint ist dasselbe. Google AdWords wurde am 24. Juli 2018 in Google Ads umbenannt; an Auktion und Abrechnung hat das nichts geändert (Google Ads-Hilfe: Google AdWords ist jetzt Google Ads).

Unten finden Sie, wie der Preis zustande kommt, wie Sie ein Budget berechnen und welche Kosten neben dem Budget anfallen. Wenn Sie gleich mit eigenen Zahlen rechnen wollen: Google Ads Kosten Rechner.

Wie entstehen die Kosten bei Google Ads?

Bei jeder Suche, für die Anzeigen infrage kommen, läuft eine Auktion. Google ermittelt für jede Anzeige einen Anzeigenrang. Er hängt laut Google unter anderem vom Gebot, von der Qualität der Anzeige und der Zielseite, vom Kontext der Suche und von der Wettbewerbssituation ab (Google Ads-Hilfe: Anzeigenrang).

Für Sie folgt daraus:

  • Der höchste Bieter gewinnt nicht automatisch. Eine relevantere Anzeige mit besserer Zielseite kann günstiger auf eine gute Position kommen. Google schreibt dazu: „Hochwertigere Anzeigen führen häufig zu niedrigeren CPCs.“
  • Sie zahlen oft weniger als Ihr Höchstgebot. Der tatsächliche Klickpreis richtet sich danach, was nötig ist, um den nächsten Anzeigenrang zu schlagen.
  • Ein Mindestgebot nennt Google nicht. Auf der Preisseite heißt es: „Die Höhe der Gebote liegt letztendlich bei Ihnen.“ (Google Ads: Kosten)

Den Qualitätsfaktor (1 bis 10) sehen Sie im Konto pro Keyword. Er ist laut Google ein Diagnosewert und fließt nicht selbst in die Auktion ein (Google Ads-Hilfe: Qualitätsfaktor). Er zeigt aber, ob Anzeige und Zielseite gegenüber anderen schwächer sind.

Was kostet ein Klick? Beispiele nach Branche

Die folgende Tabelle zeigt durchschnittliche Klickpreise für einzelne Suchbegriffe aus Google-Ads-Daten, Markt Deutschland gesamt.

SuchbegriffØ Klickpreis (CPC)Suchvolumen/Monat
buchhaltungssoftware34,61 €4.400
photovoltaik anbieter9,83 €720
webdesign agentur9,41 €3.600
umzugsfirma9,06 €4.400
übersetzungsbüro8,46 €3.600
reinigungsfirma4,19 €9.900
schlüsseldienst3,97 €74.000
malerbetrieb3,84 €5.400
hochzeitsfotograf3,55 €9.900
küche kaufen2,27 €33.100
heizungsinstallateur2,14 €3.600
gartenmöbel1,07 €110.000
sneaker kaufen1,02 €1.000
fitnessstudio0,81 €201.000

Durchschnittswerte Deutschland, Datenabfrage 06.10.2026 (DataForSEO), Momentaufnahme.

So lesen Sie die Tabelle richtig:

  • Das sind Durchschnittswerte für ein einzelnes Wort, bundesweit. In Ihrer Stadt, mit Ihren genauen Suchbegriffen und zu bestimmten Tageszeiten kann der Preis deutlich anders sein.
  • Die Werte sind eine Momentaufnahme. Klickpreise ändern sich, wenn Wettbewerber ein- oder aussteigen.
  • Ein niedriger Klickpreis heißt nicht, dass die Werbung günstig ist. Bei „fitnessstudio“ suchen viele Menschen nur nach Öffnungszeiten eines bestimmten Studios. Entscheidend ist, was eine Anfrage kostet, nicht ein Klick.

Ihre eigenen Werte sehen Sie im Keyword-Planer von Google Ads. Er ist kostenlos und zeigt für Ihre Suchbegriffe und Ihre Region Spannen für das „Gebot für obere Positionen“. Wie Sie die Werte abrufen und lesen, zeigt der Ratgeber Keyword-Preise selbst nachsehen.

Welches Budget brauchen Sie? So rechnen Sie

Ein sinnvolles Budget lässt sich rückwärts vom Ziel aus berechnen. Dafür brauchen Sie drei Zahlen:

  1. Ziel: Wie viele Anfragen oder Verkäufe wollen Sie pro Monat?
  2. Conversion-Rate: Wie viel Prozent der Besucher der Zielseite fragen an? Wenn Sie es nicht wissen, nehmen Sie einen vorsichtigen Wert an und ersetzen ihn später durch Ihren gemessenen.
  3. Klickpreis: aus dem Keyword-Planer für Ihre wichtigsten Suchbegriffe.

Formel: Monatsbudget = Ziel-Anfragen ÷ Conversion-Rate × Klickpreis

Rechenbeispiel (angenommene Werte)

Ein Malerbetrieb möchte 10 Anfragen im Monat. Er nimmt an, dass 5 % der Besucher anfragen, und rechnet mit 4 € pro Klick.

  • 10 Anfragen ÷ 0,05 = 200 Klicks
  • 200 Klicks × 4 € = 800 € Werbebudget im Monat
  • Kosten pro Anfrage: 800 € ÷ 10 = 80 €

Die Zahlen sind ein Beispiel, keine Prognose. Ob 80 € pro Anfrage sich lohnen, hängt davon ab, wie viele Anfragen zu Aufträgen werden und was ein Auftrag einbringt. Rechnen Sie das einmal durch, bevor Sie starten.

Zwei Folgen dieser Rechnung werden oft übersehen:

  • Die Conversion-Rate wirkt so stark wie der Klickpreis. Halbiert eine bessere Zielseite die Zahl der nötigen Klicks, sinkt das nötige Budget um die Hälfte.
  • Ein zu kleines Budget liefert keine Aussage. Bei 20 Klicks im Monat ist es Zufall, ob eine Anfrage kommt oder nicht.

Tagesbudget und Monatskosten

In Google Ads stellen Sie ein durchschnittliches Tagesbudget ein. Google kann an einzelnen Tagen bis zum Doppelten davon ausgeben, berechnet im Monat aber höchstens das 30,4-Fache (Google Ads-Hilfe: Mehrauslieferung). Für 800 € im Monat stellen Sie also rund 26 € pro Tag ein.

Die Kosten vorab schätzen können Sie auf zwei Wegen: Der kostenlose Keyword-Planer im Google-Ads-Konto zeigt Gebotsspannen für Ihre Suchbegriffe, und mit Ihren eigenen Werten rechnet der Google Ads Kosten Rechner: Klickpreis, Conversion-Rate und Ziel-Anfragen eintragen, Budget, Tagesbudget und Kosten je Anfrage ablesen.

Wofür zahlen Sie neben dem Werbebudget?

Das Budget geht direkt an Google. Dazu kommen je nach Aufbau weitere Posten.

Was kostet eine Google-Ads-Agentur oder ein Freelancer?

ModellWie abgerechnet wirdWorauf Sie achten sollten
Selbst machenIhre ArbeitszeitEinarbeitung ist aufwendig; Fehler bei Messung und Suchbegriffen kosten oft mehr als eine Betreuung
FreelancerStundensatz oder MonatspauschaleVertretung bei Urlaub und Krankheit klären
AgenturPauschale, Prozent vom Budget oder Mischform, oft plus EinrichtungBei Prozent vom Budget steigt das Honorar mit den Ausgaben, nicht mit dem Ergebnis

Einstiegspreise für laufende Google-Ads-Betreuung liegen nach öffentlich einsehbaren Preisangaben deutscher Anbieter, Stand Oktober 2026, zwischen etwa 220 € und rund 1.920 € netto im Monat. Viele Anbieter nennen keine Preise. Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach Preis, sondern danach, was enthalten ist: Wer richtet das Tracking ein, wie oft werden Suchbegriffe geprüft, was steht im Bericht?

Wichtig in jedem Fall: Das Werbekonto sollte auf Ihr Unternehmen laufen, und Sie sollten selbst Administratorzugriff haben. Wie Sie das prüfen, steht im Ratgeber Agentur prüfen.

Tracking und Einwilligung

Ohne funktionierendes Conversion-Tracking wissen Sie nicht, was eine Anfrage kostet. In der EU gehört dazu ein Cookie-Banner, das Einwilligungen an Google übermittelt (Consent Mode v2). Die Einrichtung ist meist ein einmaliger Aufwand, bei einem kostenpflichtigen Consent-Tool kommen laufende Gebühren dazu.

Zielseite

Wenn die vorhandene Website keine passende Seite für das beworbene Angebot hat, brauchen Sie eine. Das ist oft die Investition mit der größten Wirkung auf die Kosten pro Anfrage, weil sie die Conversion-Rate in der Formel oben verändert. Worauf es dabei ankommt: Landingpages.

Typische Kostenfallen

  • Breite Keywords ohne Kontrolle der Suchbegriffe. Die Standardeinstellung „Weitgehend passend“ kann Anzeigen bei verwandten Suchen ausspielen (Google Ads-Hilfe: Keyword-Optionen). Prüfen Sie den Bericht zu Suchbegriffen regelmäßig.
  • Display-Netzwerk in der Suchkampagne. Neue Suchkampagnen können Anzeigen zusätzlich im Display-Netzwerk zeigen. Ob das gewollt ist, steht in den Kampagneneinstellungen unter „Werbenetzwerke“.
  • Smart Bidding auf ein falsches Ziel. Zählt das Konto Seitenaufrufe als Conversion, optimiert die Gebotsstrategie auf Seitenaufrufe.
  • Agenturhonorar als Prozent vom Budget ohne Leistungsbeschreibung. Dann ist unklar, was für das Geld getan wird.

Mehr zu Ursachen, wenn das Budget ausgegeben wird, aber keine Anfragen kommen: Google Ads bringt keine Anfragen.

Kurz zusammengefasst als Prüfliste

  • [ ] Klickpreise für die eigenen Suchbegriffe im Keyword-Planer nachgesehen
  • [ ] Budget aus Ziel, Conversion-Rate und Klickpreis berechnet
  • [ ] Ausgerechnet, welche Kosten pro Anfrage sich für Sie lohnen
  • [ ] Conversion-Tracking und Einwilligung funktionieren
  • [ ] Werbekonto gehört Ihrem Unternehmen, Sie haben Administratorzugriff
  • [ ] Betreuungskosten und Leistungsumfang schriftlich

Was eine laufende Betreuung bei uns umfasst, steht unter Google Ads Betreuung. Wenn Sie wissen möchten, wo in Ihrem bestehenden Konto Budget ohne Gegenwert verloren geht, können Sie eine kostenfreie Diagnose anfragen (Bedingungen).

Quellen

Häufige Fragen

Wie viel kostet ein Klick bei Google Ads?

Das entscheidet eine Auktion für jede einzelne Suche, deshalb gibt es keinen festen Preis. In unserer Stichprobe vom 06.10.2026 lagen die durchschnittlichen Klickpreise für Deutschland je nach Suchbegriff zwischen rund 0,80 € und knapp 35 €; Ihre eigenen Werte zeigt der Keyword-Planer.

Welches Monatsbudget ist sinnvoll?

Rechnen Sie rückwärts: gewünschte Anfragen pro Monat geteilt durch die erwartete Conversion-Rate der Zielseite, mal den Klickpreis. Das Ergebnis ist eine Untergrenze, unter der Sie in einem Monat kaum genug Daten für eine Bewertung bekommen.

Was kostet eine Google-Ads-Agentur?

Üblich sind eine monatliche Pauschale, ein Prozentsatz vom Werbebudget oder ein Stundensatz, oft mit einer Einrichtungsgebühr. Die Agenturkosten kommen zum Werbebudget hinzu, das direkt an Google geht.

Was kostet Google AdWords?

Google AdWords heißt seit dem 24. Juli 2018 Google Ads. Abrechnung und Auktion sind dieselben: Sie legen ein Tagesbudget fest und zahlen bei Suchanzeigen meist pro Klick. Alle Zahlen auf dieser Seite gelten deshalb auch für die Frage nach den AdWords-Kosten.

Kann man Google Ads kostenlos nutzen?

Das Konto selbst und Werkzeuge wie der Keyword-Planer kosten nichts. Bezahlt wird erst, wenn Anzeigen geklickt oder je nach Kampagnentyp eingeblendet werden.

Wird bei Google pro Klick oder pro Einblendung gezahlt?

Bei Suchkampagnen zahlen Sie in der Regel pro Klick. Bei manchen Kampagnentypen und Gebotsstrategien, etwa für Display- oder Videoanzeigen, kann auch pro tausend Einblendungen oder pro Aufruf abgerechnet werden.

Kann Google mehr ausgeben als mein Tagesbudget?

An einzelnen Tagen ja, bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets. Über den Monat berechnet Google aber höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets.

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